SPD Kalchreuth

Hiersemann: "Für Entwicklungsländer Bemühungen von Kirche und Politik verzahnen."

Soziales

Auf Einladung der SPD und ihrer Landtagskandidatin Alexandra Hiersemann kam die Bundesministerin für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit Heidemarie Wieczorek-Zeul am Sonntag nach Buckenhof, um dort auf dem Forum „Eine Welt – unsere Welt: Menschenrecht auf Nahrung“ zu referieren. An der Podiumsdiskussion nahm außerdem Kirchenrat Wolfgang Döbrich von „Mission – Eine Welt“ teil.

Alexandra Hiersemann, Mitglied im Forum "Kirche und SPD": „Um die gravierenden Probleme in den Entwicklungsländern lösen zu können müssen wir die Bemühungen von Politik und Kirche verzahnen. Dies will ich versuchen.“

Steigende Preise für Nahrungsmittel treiben viele Familien in der dritten Welt in den Hunger (z.B. Preise für Reis, der für 50% der Menschen Grundnahrungsmittel ist, sind in einem Jahr um 300% gestiegen). Eine Milliarde Menschen leben weltweit unter der Armutsgrenze.

Auch hier bei uns kann für diese Menschen jeder viel tun: Der Einkauf in Dritte-Welt-Läden bzw. von fair gehandelten Produkten aus Entwicklungs- und Schwellenländern trägt dazu bei, dass die produzierenden Familien nicht in Abhängigkeit großer Konzerne geraten.
Auch lokale Initiativen wie Städte- oder Regionspartnerschaften können helfen, vor Ort Not zu lindern.

Wolfgang Döbrich der evangelisch-lutherischen Einrichtung "Mission EineWelt, stellte die Wichtigkeit der Entsendung junger Menschen in die Dritte Welt dar. Dies geschieht z.B über das Ministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung oder die Evangelische Kirche: „Diese Menschen werden zu Motoren für die Eine Welt“.

Entwicklungshilfeministerin Heide Wieczorek-Zeul wies darauf hin, dass die helfenden jungen Menschen nie zu Rassisten werden und genau jene interkulturellen Kompetenzen besitzen, die viele Konzerne so händeringend suchen.
Außerdem bleibt die direkte Hilfe vor Ort für besonders betroffene Regionen im Schulterschluss mit internationalen Anstrengungen zwingend notwendig um akute Not zu lindern.

Weiter müsse darauf geachtet werden, dass die Gewinnung von Agrarkraftstoffen (wie "Biokraftstoffe" treffender bezeichnet würden) oder auch zum Beispiel der Anbau von Export-Gütern wie Soja sich in die dortige Landwirtschaft einfüge und nicht Nutzflächen für den Eigenbedarf zerstört werden.
Generell müsse die ländliche Entwicklung gefördert werden: Bildungsangebote für Frauen müssen geschaffen und der freie Zugang zu Verhütungsmitteln ermöglicht werden.

Hiersemann, Wieczorek-Zeul

 

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Christian Pech Landratskandidat