SPD Kalchreuth

Kreistagsfraktion besuchte die Realschule Höchstadt

Ratsfraktion

Die SPD-Kreistagsfraktion besuchte die Realschule Höchstadt und führte mit dem Schulleiter Herrn Bum ein Gespräch zur aktuellen Situation an der Schule.
Die SPD-Kreisräte schätzen die pädagogische Arbeit, die an der Realschule Höchstadt durch das Lehrerkollegium unter dem Schulleiter Herrn Bum geleistet wird, sehr. Die Schule hat einen sehr guten Ruf, der sich auch in den großen Schülerzahlen ausdrückt. Die für 28 Klassen und gut 800 Schülern ausgelegte Schule ist seit ihrer Eröffnung überfüllt. Die anfangs 34 Klassen sind bis jetzt auf 38 Klassen mit über 1100 Schülern angewachsen. Seit Anfang an kämpft die Schule mit der durch die hohe Schülerzahl bedingten Raumnot.

Die SPD-Kreisräte kennen die Probleme aus zahlreichen Besuchen und Gesprächen mit der Schulleitung. Wir haben uns immer für die Schule eingesetzt, betonte der Fraktionssprecher der SPD, Jörg Bubel, so haben wir Anfang des Jahres die Aufstellung von zwei Containern für die Mit- tagsbetreuung beantragt. Diese werden dringend benötigt, um die eklatante Raumnot zu lindern.
Mit Unverständnis reagierten Andreas Hänjes und die anderen Kreisräte darauf, dass die Aufstel- lung der Container nach einem halben Jahr immer noch erfolgt ist und ein endgültiger Termin der Schulleitung auch nicht bekannt ist.
Wir werden am Ball bleiben und uns sowohl im Schul- als auch im Bauausschuss weiter dafür ein- setzen, dass die Aufstellung noch in diesem Schuljahr erfolgt, versprachen Gotthard Lohmaier und Renate Schroff.
Nachdem die Anmeldezahlen für das neue Schuljahr vorliegen und weiter gestiegen sind, zeigt sich, dass die Überfüllung der Schule nicht mehr tragbar ist und einer dauerhaften Lösung bedarf.
Die von der Regierung von Mittelfranken getroffene Entscheidung, keine Schüler mehr aus den benachbarten Landkreisen neu aufzunehmen, stellt aber nach Meinung der SPD-Kreisräte keine Lösung und auch keine spürbare Entlastung der Schule dar. Paul Neudörfer hält diese Maßnahme für kontraproduktiv und für eine Belastung der Zusammenarbeit der Schulen und Gemeinden über die Landkreisgrenzen hinaus.
Die SPD hofft und erwartet, laut Konrad Gubo, dass diese Maßnahme, sobald eine dauerhafte Lösung auf den Weg gebracht ist, wieder aufgehoben wird.
Die SPD-Kreisräte haben aber Verständnis dafür, dass mit dieser Maßnahme die Schule letztlich drastisch auf ihre schwierige Situation aufmerksam machen will.
Alle Erwartungen der Verwaltungen und die Statistiken der letzten Jahren, dass die Schülerzahlen sinken, haben sich nicht erfüllt. Auch die jetzigen Versprechungen, durch die Mittelschulen oder das Sinken der Geburtenraten werden die Schülerzahlen an der Realschule in Kürze zurückgehen, kann nach Überzeugung der SPD den starken Trend zur Realschule nicht aufhalten und werden den zukünftigen Anforderungen nicht gerecht.
Ursache der Misere der Bay. Schulen ist die konzeptlose Schulpolitik in Bayern, resümierte Konrad Gubo, der sich seit Jahren auch für eine bessere Realschulversorgung im Erlanger Oberland ein- setzt.
Die Einführung des achtstufigen Gymnasiums sowie der Übertritt an die weiterführenden Schulen bereits nach der 4. Klasse hat die Realschulen überfüllt und die örtlichen Hauptschulen geleert.
Alle Versuche, die Kinder an den Hauptschulen zu halten, sind nicht im Interesse der Kinder und werden fehlschlagen, prophezeit Jutta Ledertheil. Auch die propagierte Mittelschule ist ja nichts anderes als die Hauptschule nur mit anderem Namen, stellte sie fest.
Die SPD fragt sich, wie lange kann die CSU noch aus ideologischen Gründen eine vernünftige Schulpolitik blockieren. Wie viel wertvolle Zeit muss noch verstreichen, bevor die CSU bereit ist, wenigstens die Haupt- und Realschulen zusammenzuführen?
Laut dem SPD-Fraktionssprecher, Jörg Bubel, würde bereits eine längere gemeinsame Schulzeit von 6 Jahren die dringendsten Probleme lösen. Die Realschulen hätten wieder mehr Platz und die örtlichen Schulen würden bestehen bleiben.
Nur können unsere Schüler nicht darauf warten, bis die Staatsregierung bereit ist, sich zu bewe- gen. Wir müssen jetzt handeln, gab er die Linie vor.
Deshalb sind die SPD Kreisräte für die Neugründung einer kooperativen Realschule in einem bestehenden Schulgebäude im Bereich Adelsdorf/Hemhofen/Röttenbach. Diese Schule könnte bereits im Jahre 2011 ihren Betrieb aufnehmen und würde dauerhaft die Realschule Höchstadt entlasten. Größere Investitionen in neue Gebäude wären nicht notwendig, da leer stehende Haupt- schulen zur Verfügung stehen, stellt Renate Schroff fest.
Weitere Provisorien als dauerhafte Lösung, wie die Auslagerung von Klassen, lehnt die SPD aus pädagogischen Gründen ab.
Dauerhafte Lösungen und eine Änderung der Schulpolitik sind überfällig, ein auf Zeit spielen auf Kosten unserer Kinder darf es nicht geben. Das muss sich auch in unserem Handeln ausdrücken, betonte Gotthard Lohmaier. Die SPD-Kreisräte werden auch zukünftig den engen Kontakt mit den Schulen halten und diese in ihren Anliegen unterstützen.

 

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Monika Bentz

 

Christian Pech Landratskandidat