SPD Kalchreuth

Treffen des SPD-Kreisvorstands mit dem BR-Vorsitzenden der Fa. Schaeffler, Herrn Thomas Mölkner

Lokalpolitik

Der SPD-Vorstand des Landkreises Erlangen-Höchstadt traf sich mit dem Betriebsratsvorsitzenden der Fa. Schaeffler Herzogenaurach, Thomas Mölkner, zu einem Informationsgespräch und Erfahrungsaustausch.

Mölkner skizzierte die Lage der Fa. Schaeffler weiterhin als schwierig, wie in der gesamten Industrie. Eine leichte Besserung ist durch die Abwrackprämie im Automobil-Bereich eingetreten. Trotzdem muss weiterhin mit Kurzarbeit auf den bestehenden Auftragsrückgang im Vergleich zum Vorjahr reagiert werden. Von den ca. 8000 Mitarbeitern in Herzogenaurach sind aktuell ca. 5500 Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen. Zuvor schon wurde der Anteil der Leiharbeit massiv zurückgefahren. Was ebenfalls schwer wiegt, sind die vielen Arbeitsplätze bei den Zulieferern, die im Zuge der aktuellen Krise stark betroffen sind.
Wichtig wäre eine weitere Übernahme von Sozialabgaben bei den Kurzarbeitern durch den Staat, was zu einer weiteren erheblichen Entlastung der Unternehmen führen würde.
Auf Nachfrage des SPD-Kreisvorsitzenden Fritz Müller ging Mölkner auch auf die Übernahme der Fa. Conti durch die Fa. Schaeffler ein. Ein Schritt, der technologisch ungeheuer wichtig war, der Zeitpunkt der Übernahme jedoch umstritten. Auch wurde schon zum damaligen Zeitpunkt bereits ein finanzielles Risiko befürchtet. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat dann die Situation nochmals verschärft.

Ende 2007 war die Fa. Schaeffler finanziell ein absolut gesundes Unternehmen. Um sich für die Zukunft zu rüsten, wurde dann der Conti-Deal eingeleitet. Alle Übernahmen zuvor (etwa FAG) waren durch Schaeffler finanziell problemlos abgewickelt worden.

Nun ist die Situation ein andere und es sind eventuell staatliche Hilfen notwendig, die von einem Zukunftskonzept abhängig gemacht werden, welches im Augenblick entwickelt wird.

Die Arbeitnehmerposition dabei ist klar:

• keine Zerschlagung des Unternehmens
• keine betriebsbedingten Kündigungen
• Auszubildende müssen übernommen werden
• den Ausbildungsbereich weiter in bisheriger Form erhalten

Kreistagssprecher Jörg Bubel sagte zu den Forderungen des Betriebsrats unisono mit dem SPD-Kreisvorstand die volle Unterstützung zu. Die von Mölkner eingeforderte Subsidiarität werde man ebenso unterstützen wie das solidarische Handeln in den nächsten sicherlich sehr schweren Monaten für die Schaeffler-Beschäftigten. Denn es sind nicht nur die Beschäftigten mit ihren Familien selbst, sondern auch viele tausend Menschen im Zulieferbereich, welche einer unsicheren Zukunft entgegensehen.

 

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Monika Bentz

 

Christian Pech Landratskandidat